//Unsere Erziehungsstellen / Profi-Familien
Unsere Erziehungsstellen / Profi-Familien2018-05-14T12:36:55+00:00
Erziehungsstellen

Unsere Erziehungsstellen / Profi-Familien

Verantwortung – Mit Kindern zusammen zu leben heisst jeden Tag etwas zu wagen, was nicht vorhersehbar ist.

Das Familienwerk betreut durchschnittlich bis zu zehn Familien, die an nahezu 365 Tagen und 24 Stunden in ihren Haushalten ein bis zwei Kinder und Jugendliche betreuen. Die Erziehungsstelle ist eine konkrete Ausgestaltung der Heimunterbringung. Sie ist als stationäre Erziehungshilfe nach § 27 und § 34 SGB VIII eine erzieherische Hilfe der Kinder- und Jugendhilfe. Die Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche, die aufgrund psychischer und sozialer Beeinträchtigungen kontinuierlich eine Bezugsperson brauchen, sowie einen überschaubaren, fachlich und institutionell abgesicherten familienähnlichen, kleinen Rahmen benötigen.

Bis zu zwei Kinder bzw. Jugendliche und eine Fachkraft sowie eventuell auch Angehörige, bilden eine Lebensgemeinschaft. Der Unterschied zur Pflegefamilie liegt vor allem im besonderen Betreuungsbedarf der Kinder/Jugendlichen (Verhaltensauffälligkeiten wie zum Beispiel Auto- oder Fremdaggression) und der daraus resultierenden Erforderlichkeit, dass wenigstens eine betreuende Bezugsperson eine pädagogische Ausbildung hat. Das Aufnahmealter reicht bis zum 15. Lebensjahr, wobei in Ausnahmefällen auch darüber hinaus aufgenommen wird.

Der Betreuerschlüssel liegt optimal bei 2 zu 1, das heißt, dass kontinuierlich eine Fachkraft die Arbeit in einer Erziehungsstelle für zwei Kinder/Jugendliche leistet. Ausnahmen bilden Krankheit und Urlaub, wofür eine Vertretung bereitgestellt wird – darüber hinaus gibt es keine ZuarbeiterIn, Hauswirtschaftskraft oder Fachkräfte für einen Ausgleich.

Erziehungsstellen bieten insbesondere Kindern mit Bindungsproblemen durch die Einbindung in eine Familie positive Erfahrungsmöglichkeiten. Vorteile für die Kinder und Jugendlichen sind die ständige und nicht wechselnde Anwesenheit und Bereitschaft der Fachkraft, und die familienähnliche Einbindung in deren Lebenswelt (Bekannte/Freunde, Hobbys etc.).

Es werden Lebenserfahrungen im Modellernen gesammelt, die in den meisten üblichen Heimgruppen nicht gemacht werden können:

  • Verhalten und Umgang mit Krankheit, Ärger, Sorgen oder Trauer von Erwachsenen (Bezugsperson Fachkraft)
  • Motivation und erkennen von Eitelkeiten, Harmonie und mehr persönlichen Eigenschaften durch direkten Zugang zum Lebensumfeld der Fachkraft
  • Lernen im Umgang und Verhalten bei Besuch von Freunden, Verwandten, Feiern mit Erwachsenen (Personenkreis der Fachkraft) usw.

Somit bietet eine Erziehungsstelle zusätzlich zu den üblichen pädagogischen Vorgehensweisen viele Orientierungshilfen und Lernansätze.

Normalerweise dauert die Unterbringung bis zur Verselbstständigung oder dem Übergang in eine andere Hilfeform, wie das betreute Jugendwohnen, an. Aber auch eine Rückführung in die Herkunftsfamilie ist möglich.

Neben dem persönlichen Engagement und einem Höchstmaß an Kontinuität bedarf es der hohen Fachlichkeit der qualifizierten MitarbeiterInnen und der Unterstützung durch den pädagogischen Fachdienst, um einen erfolgreichen Hilfeverlauf zu gestalten. Es gibt nicht viele geeignete Paare, die Leben und Arbeiten verbinden wollen, und die die erforderliche persönliche und fachliche Kompetenz besitzen. Umso mehr freuen wir uns, ca. 10 geeignete Familien gefunden zu haben, um Kindern auf diese Weise helfen zu können. Dabei ist mindestens ein Partner als pädagogische Fachkraft beschäftigt.

Hinter dem Konzept von Erziehungsstellen steht die Überzeugung und die jahrelange Erfahrung, dass den Kindern, die nicht in ihrer Ursprungsfamilie leben können, vorrangig durch ein intensives Beziehungsangebot geholfen werden kann. Unserer Erfahrung nach entwickeln sich Kinder und Jugendliche in Erziehungsstellen deutlich positiver als in anderen Unterbringungsformen.

Erziehungsstellen

Kontakt über die Geschäftsstelle aufnehmen:
Albert-Schweitzer-Familienwerk Mecklenburg-Vorpommern e. V.

T +49 3836 – 206 971
F +49 3836 – 206 972

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Achtung Kinder und Jugendliche

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Ich melde mich auf jeden Fall bei euch zurück!

Vertrauensmann
Tino Winterfeldt
(Sozialpädagoge)

M +49 152 2348 0420

asf-kummerkasten@web.de

Tino Winterfeldt
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